Teseo Tesei

Teseo Tesei ist am 3. Januar 1909 in Marina di Campo geboren. Er war der letzte der acht Kinder von Ulisse Tesei und Rosa Carassale. Der Grossvater Demeterio hatte als erster, folglicherweise dann auch sein Vater Ulisse, ein blühendes Geschäft mit Südamerika geführt. Mit einer kleinen Flotte, zusammengesetzt aus «Schooner» und tradizionellen Cutter, hat er elbanischen Wein nach Übersee transportiert. Diese Aktivität zwang die Familie Tesei, den grössten Teil des Jahres in Florenz zu leben. Die Kindheit und die Jugend des kleinen Teseo verliefen aufgrund dessen vor allem im Hauptort der Toskana. Am Anfang des Sommers, um vor der Hitze von Florenz zu flüchten, ist die grosse Familie jeweils nach Marina di Campo umgezogen, wo sie Immobilien und einen landwirtschaftlichen Betrieb hatten.

Es war in Campo, wo Teseo mit dem Meer Vertrautheit fand. Für ihn war es das liebste Element. Leider hatte er mit nur gerade 6 Jahren seine Mutter Rosa verloren und einige Jahre später, im Jahre 1919, auch sein Vater Ulisse, welcher seine 8 Kinder verwaist hinterliess. Es war sein Vater, welcher kurz vor seinem Tod, den kleinen Teseo dem General A.N. Fabio Mibelli anvertraute. Nach 5 Jahren Studium am Gymnasium bei den Piaristen von Florenz, kam der junge Mann zu seinem Onkel an die Seekadettenschule von Livorno, in welche er 1925 mit nur 16 Jahren eintrat. Das Studium der Seekadettenschule zeigte schnell die Charakteristiken des jungen Mannes: Sehr fleissig, mit vollem Charakter und einer grossen Intelligenz. In der Akademie bildeten sich die ersten Freundschaften zwischen den Kameraden, welche spannende, sowie dramatische Momente miteinander teilten: Piccagli, Stefanini, Birindelli, Toschi, um einige Namen zu nennen. Seine Liebe zum Meer machte ihn zum besten Segler. Während den sommerlichen Kreuzfahrten auf den Schiffen der Navi-Schule von Regia Marina, war Teseo der beste Beweis für einen exzellenten Seemann. Als er die Akademie im Jahr 1929 beendete, wurde er ein Jahr später zum Leutnant ernannt, und im Jahre 1931 in Napoli an der Schule «Ingegneria Navale e Meccanica» schloss er mit der Höchstnote den Doktortitel ab. 1934 erreichte er das Tauchbrevet bei der Tauchschule von St. Bartolomeo (Sp).

Im Jahr 1936 wurde er in die 1. Unterseeboot-Floote von La Spezia gewählt, wo er in der Freizeit, mit seinem Kollegen Elios Toschi eine Kriegswaffe aus einer neuen Zusammensetzung produzierte, an welchen er bereits während der Jahre an der Akademie gepropt hatte. Er arbeitete beim Perfektionisieren der automatischen Atmung und der Unterwassersysteme mit und konstruierte den ersten Prototypen, welcher offiziell von der Marine genehmigt wurde.

Im selben Jahr (1936) nahm er als Leutnant vom «Genio Navale» am spanischen Krieg teil. Dort wurde er für seinen Einsatz mit einer Medaille und zwei Kriegskreuzen ausgezeichnet. Im Dezember 1936 wurde er zum Kapitän befördert. Zu Beginn des Jahres 1939 wurde er in der ersten Flotte der Schnellboote für die geheime Ausbildung der ersten Mannschaft der neuen Waffen eingesetzt. Diese Waffen erhielten den Namen Siluro a Lenta Corsa (S.L.C.). Beim Eintritt in den Krieg an der Seite von Hitler-Deutschland wusste er, dass es Zeit war seine Waffe auf dem Feld zu testen. Leider hatte er zuvor nicht die nötige Zeit um verschiedene Tests über die Zuverlässigkeit der «Maschine» durchzuführen, was für eine neue «Unterwasser-Waffe» unbedingt nötig gewesen wäre.

Die hohen Kommandanten von R. Marina, gedrängt von der kriegerischen Notwendigkeit, entschieden die neue Waffe einzusetzen. Die ersten Resultate zeigten – wie es vorausschaubar war – einige strategische Misserfolge, welche auf die Zuverlässigkeit des ersten Prototypen zurückzuführen waren. Während der ersten missglückten Mission, um die Basis von Alexandria von Ägypten zu brechen, beteiligte er sich mit den anderen Gefährten an der Zürückeroberung der Matrosen, welche im Rumpf des U-Bootes gefangen gehalten wurden. Acht Matrosen konnten nach langer Dauer und mehreren Tauchgängen gerettet werden. Für seinen grossen Altruismus wurde er zum Major befördert und erhielt die Silbermedaille für militärische Verdienste. Die weiteren Versuche über die Ziele von Alexandria und Gibraltar zeigten nicht die erwarteten Ergebnisse, aber dienten schlussendlich zur weiteren Verfeinerung der Unterwassermittel.

Ein erstes positives Ergebnis zeigte sich mit der Zerschlagung von «Baia di Suda», aber man dachte bereits an weitere Missionen gegen Gibraltar und die Basis von Malta. Im Juni 1941 wurde ihm die goldene Medaille der 1. Klasse für «nützliche Arbeiten” bei der R. Marina verliehen. Es gelang Tesei sich in die Planung der Mission von Malta zu integrieren, indem er als Vorreiter der Überwasserschiffe die zwei SLC einsetzte. Die Aufgabe des Teams Tesei-Pedretti war, die Drahtgitter auf dem Viadukt S. Elmo in die Luft zu sprengen, um den Zutritt zum grossen Harbour zu öffnen. Aufgrund von technischen Problemen kam es dann zu Verzögerungen. Um den Erfolg jedoch nicht zu gefährden, beschloss Teseo Tesei seine restliche Ladung gesamthaft zu zünden und dadurch sich selbst und sein treuer Begleiter Alcide Pedretti zu opfern. Das Auftreten dieser Explosition unter der Brücke
S. Elmo führte zum Zusammenbruch des Metalls der Brücke, welche den Durchgang für Überwasserschiffe definitiv verstopfte. Der Feind, ausgestattet mit brandneuen Radar-Warn-Systemen, hatte die Situation von da an auf offener See unter Kontrolle. Innerhalb von wenigen Minuten verloren fast alle Mitglieder, aufgrund des schrecklichen Feuergefechts des Feindes, das Leben. Erst nach der missglückten Mission von Malta, wo auch Tesei sein junges Leben liess, begannen sich die ersten positiven Ergebnisse dieser neuen Unterwasser-Mittel zu zeigen.

Die Operation von «Alexandria von Ägypten», wo drei SLC den Untergang zweier grosser englischer Kriegsschiffe verursachten, wurden die zahlreichen Verluste der wertvollen Männer gerechtfertigt. Bis zum Ende des Krieges erfüllten die menschlichen Geschosse, welche von Teseo Tesei erfunden wurden, mit Erfolg ihre Missionen in den zahlreichen feindlichen Häfen des Mittelmeeres. Im Mai 1942 verleihte die Universität von Padova Teseo Tesei die Ehrendoktorwürde für seine Verdienste als Schiffsingenieurwesen und Mechaniker. Für die Handlung in Malta erhielten Teseo und seine tapferen Gefährten von der Regia Marina die Goldmedaille für militärische Verdienste.

Dieser Ort der Erinnerung wurde von den Behörden und der Bevölkerung der Gemeinde Campo nell’Elba an seinen heroischsten Landsmann TESEO TESEI gewidmet, damit man seinen Geist und seine Taten nie vergisst und auch um unseren Jungen diesen Wert der Hingabe an das Land und an die Flagge unseres ITALIEN zu zeigen. 

Goldmedaille

Goldmedaille

Die Gründe der Verleihung der Goldmedaille an den Marine Offizier Teseo Tesei.

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