Der erste Weltkrieg

Der 13. Dezember 1900 ist ein wichtiges Datum für die Wirtschaft der Insel Elba, die dank der Eröffnung der Hochöfen von Portoferraio, die von Anfang an einen, zwar kurzzeitigen aber wichtigen Industriezweig ausmachten. Bis zu diesem Zeitpunkt konzentrierte sich die Wirtschaft Elbas auf Eisen- und Granitbergbau und Landwirtschaft.

Die Geburt von Hochöfen verdankt man zwei bedeutenden Persönlichkeiten jener Zeit: Ubaldo Tonietti und Pilade del Buono, die am 28. Juli 1899 in Genua die Bergbau- und Hochofengesellschaft Elbas gegründet haben, mit dem Ziel, ein Projekt umzusetzen, das seinerzeit schon Napoleon beschäftigte und zwar: direkt vor Ort auf Elba zu arbeiten, wo man auch die Mineralien abbaute.

Das neue Fabrikgebäude entstand in der Nähe der Salzvorkommen von Portoferraio, damit die jahrhundertelangen Unternehmungen der längst unrentablen Meersalzgewinnung beendet würden. Im Werk entstand hauptsächlich Gusseisen; kurze Zeit gewann auch die Stahlproduktion an Bedeutung. Auch wenn die Fabrik ihre Schwachstellen hatte, wie z.B. seine Lage (auf einer Insel) und eine befristete Pacht, die keinen Ausbau zur Gründung neuer Arbeitsbereiche erlaubte, trug sie dennoch zu einem städtebaulichen, demografischen und wirtschaftlichen Wachstum des Bezirks Portoferraio bei.

Die Arbeiterklasse, die schon längst einen Großteil der Arbeitskräfte der Insel ausmachte, begann nach und nach ihre Arbeitnehmerrechte, die ihr von der Organisation zugesichert worden waren, einzufordern. In Capoliveri gründeten 1901 350 Minenarbeiter das erste Bündnis zur Verbesserung und im folgenden Jahr begründete man in Rio Marina eine sozialistische Ortsgruppe. 1907 verschuldete ein Unfall an den Hochöfen den Tod dreier Arbeiter, was den ersten Streik in der Geschichte Elbas zur Folge hatte. Der wichtigste Streik aber, der für immer in den Analen der italienischen Geschichte eingegangen ist, ist der von 1911, der gute 135 Tage dauerte auch wenn er leider keine brauchbaren Ergebnisse gebracht hat.

Mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges begann die vielleicht blühendste Periode der Gießerei, die die Produktion in diesen Jahren beschleunigt. In der Tag erreichten die Produktionen im Bergbau und der Eisenverhüttung das höchste Niveau. Der Weltkrieg wurde glücklicherweise weit entfernt von Elba geführt, wo man aber natürlich dennoch um die eigenen Kinder, die in den Krieg geschickt worden waren, bangte. Nur am 23. Mai 1916 kam Elba mit dem Krieg in Berührung, als ein österreichisch-deutsches U-Boot die Hochöfen von Portoferraio torpedierte und schwere Schäden, zwei zivile Opfer und den Untergang des Dampfers Washington vor der Insel Palmaiola verursachte.

Am Ende des ersten Weltkrieges waren 374 der im Krieg gefallenen Soldaten von Elba.

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